Der Verein

Seit 1959 steht der TSV-DJK Oberdiendorf für Zusammenhalt, ehrenamtliches Engagement und die Freude am Fußball – von der F-Jugend bis zur ersten Mannschaft.

Mannschaftsfoto von 1960: elf Spieler in weißen Trikots
Das erste offizielle Spiel des neu gegründeten Vereins – und gleich der erste Sieg: 3:1 gegen Erlau am 15. August 1960.
1959

Gründungsjahr

Aus der Dorfgemeinschaft heraus gegründet und bis heute fest im Ort verwurzelt.

9

Aktive Mannschaften

Herren, Jugend und Nachwuchs – organisiert teils in Spielgemeinschaften.

500+

Mitglieder

Getragen von vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

Das Dorf

Lange bevor hier Fußball gespielt wurde, war Oberdiendorf schon besiedelt – die wichtigsten Stationen in Kürze.

  1. um 2000 v. Chr. Auf der geschützten Anhöhe entsteht eine Siedlung, von der aus man weit ins Land sieht.
  2. 1135 Erste urkundliche Erwähnung als Tiemindorf – die Siedlung des Tiemo.
  3. 1827 Die erste Kapelle wird gebaut, neben dem heutigen Gasthaus „Zum Stern".
  4. 1893 Aus Diendorf wird Oberdiendorf – der Ort trägt seinen heutigen Namen.
  5. 1904 Die Bahnlinie Passau–Hauzenberg wird eingeweiht, mit eigenem Bahnhof im Ort.
  6. 1910/11 Oberdiendorf bekommt eine eigene Schule – dort wird 1959 der Verein gegründet.
  7. 1919 Das elektrische Licht kommt ins Dorf.
  8. 1964/65 Die Kirche St. Simon wird gebaut – unter großen Opfern der Bevölkerung.
  9. 1969 „Unser Dorf soll schöner werden": Gold auf Landes-, Silber auf Bundesebene.
  10. 1972 Oberdiendorf kommt zu Hauzenberg. Josef Greschniok wird dort 1. Bürgermeister.

Unsere Geschichte

Sechs Jahrzehnte in Bildern und Stationen – erzählt aus der Vereinschronik.

  1. 1937–1940

    Ein erster Anlauf

    In Oberdiendorf besteht schon einmal ein Sportverein. Er wird in den Kriegsjahren aufgelöst, nachdem alle jungen Männer einberufen worden sind.

  2. 1. Juli 1959

    Die Gründung

    47 Burschen und Männer treffen sich im Schulhaus zur Gründungsversammlung. Hauptlehrer Josef Greschniok wird 1. Vorsitzender, Johann Ritzer sein Stellvertreter. Der Monatsbeitrag beträgt 50 Pfennig.

  3. 1959/60

    Ein Platz aus eigener Kraft

    Für den ersten Sportplatz sind gewaltige Erdarbeiten nötig. Firmen stellen Raupen, Bagger und Lastwagen teils kostenlos zur Verfügung, die Bevölkerung hilft in unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden mit – im Frühjahr 1960 sogar alle Schulkinder.

  4. 15. August 1960

    Die Einweihung

    Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wird der Sportplatz geweiht. Im ersten Spiel des TSV Oberdiendorf steht am Ende ein 3:1 gegen Erlau.

    Feldgottesdienst zur Weihe des Sportplatzes 1960, Vereine mit Fahnen
    Sportplatzeinweihung am 15. August 1960
  5. 1963

    Weitsprung, Hochsprung, Aschenbahn

    Der Platz wird zur Sportanlage ausgebaut – mit Sprunganlagen und einer dreibahnigen Aschenbahn. Im selben Jahr trifft den jungen Verein der erste schwere Schicksalsschlag.

  6. 1971

    Licht auf dem Platz

    Zehn Strahler mit zusammen 15.000 Watt: Die erste Flutlichtanlage entsteht in Eigenregie. Max Schranner nimmt sich dafür eigens eine Woche Urlaub.

    Männer bei Bohrarbeiten für die Masten der Flutlichtanlage
    Arbeiten am Sportgelände, Anfang der 1970er
  7. 1975

    Das Ende der Ära Ritzer

    Nach 14 Jahren als 1. Vorsitzender wird Johann Ritzer einstimmig zum Ehrenvorstand ernannt. Schwer kriegsversehrt, ist dieser Idealist auch danach immer da, wenn der Verein ihn braucht.

    Runde am Tisch stößt mit Bierkrügen auf Johann Ritzer an
    Die Ortsvereine gratulieren Johann Ritzer zum 70. Geburtstag
  8. 1976

    Endlich bei jedem Wetter

    Der alte Platz lag auf Höhe des Tiessenbachs und glich bei Regen mehr einem Kartoffelacker als einem Fußballplatz. Er wird vom Bach weggerückt, angehoben und drainiert.

    Weite Aufnahme des Allwetterplatzes vor dem Waldrand
    Der Allwetterplatz am Tiessenbach
  9. 14. März 1977

    TSV-DJK Oberdiendorf e. V.

    Der Verein schließt sich dem DJK-Diözesanverband Passau an und wird ins Vereinsregister eingetragen – der Name, den er bis heute trägt. Im Juli wird die Sportplatzanlage mit dem neuen Sportplatzgebäude eingeweiht, gebaut in über 1.100 freiwilligen Arbeitsstunden.

    Feldgottesdienst vor vollen Zuschauerreihen bei der Einweihung 1977
    Sportplatzeinweihung am 25. Juli 1977
    Ehrung von Willi Blumenstock im Kreis der Vorstandschaft
    Willi Blumenstock wird für acht Jahre als Trainer geehrt
  10. 1979

    20 Jahre – und die ersten Ehrungen

    Das Jubiläum wird mit einem Pokalturnier gefeiert. Erstmals werden langjährige Mitglieder geehrt, allen voran die Gründungsmitglieder.

    Geehrte und Ehrengäste bei der Generalversammlung 1979
    Ehrung bei der Generalversammlung 1979
  11. 22. Juli 1984

    25 Jahre und ein eigenes Banner

    Zum Silberjubiläum weiht Kaplan Michael Hüttner das vom DJK-Diözesanverband gestiftete Banner. Seitdem wird es bei jedem offiziellen Auftritt vorangetragen.

    Feldgottesdienst mit Weihe des DJK-Banners, Spieler und Kinder am Altar
    Weihe des DJK-Banners am 22. Juli 1984
  12. 1986

    Das 400. Mitglied

    Innerhalb von zehn Jahren verdoppelt sich die Mitgliederzahl nahezu. Im selben Jahr stellt der Verein den Antrag, der alles verändern wird: einen eigenen Rasenplatz.

  13. 1988

    Aufstieg in die Bezirksliga

    Nach acht Jahren A-Klasse steigt die 1. Mannschaft auf – ein Triumph, auf den ganz Oberdiendorf stolz sein darf. Wenige Wochen später stirbt Vereinsgründer Josef Greschniok.

  14. 1990

    Vereinsleben

    Der Verein lebt nicht nur vom Sport: Hansi Eder, zwanzig Jahre Spieler und Spielführer, ist bei Christbaumversteigerungen und Faschingsbällen unerreicht.

    Hansi Eder bei der Christbaumversteigerung am 26.12.1990
    Hansi Eder in seinem Element, Christbaumversteigerung 1990
  15. 1991

    Bezirksoberliga

    Der nächste Aufstieg – und der Druck wächst: Heimspiele muss die Mannschaft zeitweise im Stadion in Hauzenberg austragen, weil ein eigener Rasenplatz fehlt.

  16. 1992/93

    Die Raupen rollen an

    Sieben Jahre nach dem ersten Antrag beginnt der Bau des Rasenspielfeldes. Nach rund 15 Monaten ist der Platz fertig.

    Willi Blumenstock geht über die Baustelle des künftigen Rasenplatzes
    Baubeginn Rasenspielfeld – 1. Vorsitzender Willi Blumenstock
  17. 18. Juli 1993

    Ein Traum ging in Erfüllung

    Im strömenden Regen wird der neue Rasenplatz eingeweiht – ein fast zehnjähriger Wunschtraum. Gefeiert wird trotzdem, im Zelt.

  18. 1993/94

    Das Vereinsheim – ein Gemeinschaftswerk

    118 Vereinsangehörige und Nichtmitglieder helfen in über 7.500 Stunden mit, zeitweise stehen 30 Helfer auf der Baustelle. Die Bauern spenden das Holz, die Firmen arbeiten umsonst oder zum Selbstkostenpreis. Am 17. Juli 1994 wird eingeweiht.

    Architekt Alexander Feßl übergibt den Schlüssel an Willi Blumenstock
    Schlüsselübergabe von Architekt Alexander Feßl an Willi Blumenstock
    Pfarrer Josef Tiefenböck bei der Weihe des Vereinsheims
    Pfarrer Josef Tiefenböck weiht das Vereinsheim
  19. Sportfesttage

    Prominenz auf dem Oberdiendorfer Rasen

    Aus dem Sportfest wird weit mehr als ein Dorffest: Bis zu 20 Mannschaften treten an. Zur Einweihung des Vereinsheims besiegt die Elf um MdB Dr. Klaus Rose die Alten Herren mit 3:1.

    Zwei Mannschaften nebeneinander vor dem neuen Vereinsheim
    CSU-Auswahl gegen die Oberdiendorfer Altliga
  20. 25. März 1995

    Das TSV-DJK Echo

    Der Verein gibt seine erste eigene Stadionzeitung heraus – bis heute erscheint sie zu jedem Heimspiel.

    Zum Stadionheft-Archiv

„Es müssen wohl Tränen der Freude gewesen sein, die der Himmel äußerst reichlich am Sonntag, den 18. Juli 1993 über Oberdiendorf vergoss."
Aus der Vereinschronik, über die Einweihung des Rasenplatzes

In Erinnerung

Die Chronik hält auch die schweren Stunden fest. Der Verein gedenkt der Mitglieder, die er viel zu früh verloren hat – unter ihnen 1963 Alfred Weber und Herbert Leeb, 1964 Alfons Sondorfer, 1966 Herbert Schätzl, 1975 Franz Drexler und 1981 Jugendleiter Hans Rott mit den Jugendspielern Franzi Fuchs und Hansi Inetzberger.

Und heute?

Was 1959 mit 47 Männern und einer Wiese begann, wird bis heute von denselben zwei Kräften getragen: dem ehrenamtlichen Engagement vieler und der Großzügigkeit vieler. Damit steht der Verein auf einem stabilen Fundament.